Oha, unser Dauergast aus dem “Schatzchäschtli” hat wieder zugeschlagen. So oft, wie der Schmetterlinge im Bauch hat, würde ich das mal behandeln lassen, das kann ja nicht gesund sein.

Du w ha di Dunschtig Bi Bahnhof Naffels (sic!) Mollis gseh. Hesch Jeans a ka und roti Hoor, ha Schmetterling im Buch 076…

Naja… Guter Mann, raff Dich auf und sprich die Frauen an – so wird das nie was. Garantiert.

Lustiger Tippfehler auf “Blick online”:

Die Bedienungen, die roten Klippenstift trugen, bekamen in der Hälfte der Fälle ein Trinkgeld.

“20min Online” besticht wieder mal durch amüsante Verwirrung bei der Schreibweise eines Wortes:

Dreimal heisst es in dem gleichen Artikel Ordonanzrad 05 und einmal Ordnonanzrad 05. Nur die richtige Schreibweise kommt in dem Artikel gar nicht vor…

 

Eine lustige Mathematik beschert uns heute “20min Online”:

Das entspricht der anderthalben Fläche eines Fussballfeldes.

Die anderthalbe Fläche? Im Ernst?

Die Rheinsalinen (…) produzieren jährlich 500 000 Salz für diverse Verwendungen.

500 000 Körner oder was?

Coop versucht sich ab und zu mit in Dialekt gehaltenen Werbeslogans als “Schweizer” Detailhändler zu positionieren. Gründlich in die Hose gegangen ist das beim folgenden Slogan:

Jetzt chame grille!

In der Schweiz sagt man “grilliere” oder “bröötle” (letzteres vor allem an der offenen Feuerstelle), aber niemals “grille”. Da ist Coop hammerhart in einen Teutonismus reingelaufen.

Handkehrum ergänzt Coop diesen Slogan auf denselben Plakaten (!) mit dem schriftdeutsch gehaltenen Slogan:

Für alles, was man grillieren kann.

Warum um Himmels willen wird hier plötzlich die “korrekte” schweizerhochdeutsche Form “grillieren” gewählt? Den Verantwortlichen ist wirklich nicht mehr zu helfen…

Auf music.ch ist mir folgende Suchanzeige begegnet:

Für einen Grossanlass (…) wird eine Band gesucht die jung (insbesondere Kinder) und alt (insbesondere Teenies) zu begeistern vermag.

Alles ist bekanntlich relativ, aber mit “Jung und Alt” meint man normalerweise wirklich nicht Kinder und Teenies.

Bei Interesse unentwegt anschreiben…

“Unentwegt” heisst aber etwas anderes, als der gute Mann meint, nämlich “andauernd, ohne Ende”… Zumindest möchte ich mal schwer bezweifeln, dass er das meint!

Ich bin im Internet über folgende Bannerwerbung gestolpert:

Barilla fertige Pastagerichte

Abstruse Konstruktion! Im Deutschen gibt es bekanntlich Präpositionen, also zum Beispiel “Fertige Pastagerichte von Barilla” o. ä. Wenigstens in der Werbung sollte man noch nicht in das Balkan-/Jugendpidgindeutsche verfallen (à la “Gömmer hüt Züri?”)…

Und im Folgenden:

Beste italienische Küche, ohne zu Kochen

Das glaube ich denn doch weniger. Zudem: “zum Kochen” würde man in der Tat gross schreiben, aber das ist auch nicht ganz dasselbe…

Aus der Themenzeitung “Spenden” von Mediaplanet:

Akzeptieren kann ich die Krankheit bis heute nicht. Ich habe aber gelernt, sie anzunehmen.

OK, und was ist genau der Unterschied zwischen “akzeptieren” und “annehmen”? (“akzeptieren” von lat. accipere, d.h. “annehmen”)

In der Themenzeitung “Adventure” von Smart Media fällt einmal mehr auf, dass weniger gute Schreiber vor allem dann, wenn sie möglichst originell schreiben wollen, oft kläglich scheitern. Aus dem Artikel “Die Alpen – ein traumhaftes Abenteuer”:

Kaum angekommen, werden Winterstiefel geschnürt (…). Kurze Zeit später finden sie sich in einem felsigen Tal (…) wieder.

Die Winterstiefel finden sich in einem felsigen Tal wieder? Spannend! Mysteriös!

Dieses Gletschertrekking (…) gehört zu den optisch spektakulärsten Möglichkeiten.

Kann etwas auch auf andere Art spektakulär sein als optisch?

Nicht elf Restaurants und nicht elf Kneippen stehen auf der Liste.

Kneipe! Mit zwei p wird nur die Kneipp-Medizin (nach ihrem Erfinder benannt) geschrieben.

Die täglichen Etappen dauern etwa seiben bis neun Stunden.

Optisch spektakulärer Buchstabendreher!

Die Unterwäsche wird aus funktionellen Stoffen hergestellt, welche schneller trocknet.

Worauf bezieht sich jetzt der Relativsatz genau?

Einziger Wehrmutstropfen hierbei: “Le parfum”.

Das hat nichts mit dem Wehrwillen zu tun, sondern mit dem bitteren Wermutkraut, welches dem Wermutgetränk beigesetzt wird – also kein h.

Immer wieder Schauplatz herzzerreissender Dramen und Schicksale, sollte der Bergwelt gebührenden Respekt erbracht werden.

Nebst dem Kasusfehler: der Bezug des ersten Teils geht so nicht wirklich auf… Und man “erbringt” auch nicht Respekt, sondern man bringt ihn entgegen. Zur inflationären (Falsch-)Verwendung von “Drama” haben wir uns schon öfters geäussert…

Eine genaue Analyse und Informationsbeschaffung machen im Vorfeld auf viele unliebsame Überraschungen aufmerksam.

Man kann nicht im Vorfeld auf unliebsame Überraschungen aufmerksam gemacht werden, denn dann sind es keine Überraschungen mehr. Richtig: “verhindern viele unliebsame Überraschungen.”

Alles in allem: eine reife Leistung!

Ochsner Sport wirbt in der Themenzeitung “Adventure” von Smart Media:

Daniel Albrecht und die Janka’s geben alles für Ochsner Sport.

Wir sollten aber jetzt mittlerweile alle wissen, dass dieser Deppen-Apostroph vor einem s im Deutschen grundsätzlich falsch ist. Und zwar unabhängig davon, ob es ein Plural-s oder ein Genitiv-s ist.