Profiteuer des Alkoholkonsums

Veröffentlicht: 25. Januar 2012 in Journalismus und Printmedien
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„20min Online“ zum Thema „Komatrinker müssen Spital selbst berappen“. Ob die Wahl des Themas hier Nebenwirkungen auf die Grammatikkompetenz des „Redaktors“ gehabt hat?

Die Gefahr, dass Jugendliche wegen den befürchteten Kostenfolgen keinen Spital aufsuchen, sieht auch Markus Theunert vom Fachverband Sucht.

Ich weiss, sehr vereinzelt gilt in der Schweiz landschaftlich noch „der Spital“ – trotzdem falsch. Und „wegen“ hat hochsprachlich erstaunlicherweise immer noch Genitiv.

Doch laut Theunert gebe es im revidierten Betäubungsmittelgesetz eine neue Meldebefugnis, die es Behörden ermöglicht, suchtgefärdeten Jugendlichen bei einer Fachstelle zu melden.

Aha, „suchtgefärdeten Jugendlichen“. Wie war das?

Dies ist für die grünliberale Ständerätin Verena Diener eine Erinnerung an deren Mitverantwortung für das Verhalten ihrer Kindern.

Wie war der Genitiv von „Kinder“ nochmals?

Der Solidaritätsgedanke im Krankenversicherungsgesetz, dass die Höhe der Prämie nicht von Alter oder Gesundheitszustand abhängig ist, führt auch Bortoluzzi in der Begründung für seinen Vorstoss an.

… und wir beherrschen auch wieder mal der Akkusativ!

Wenn schon vom Verursacherprinzip die Rede ist, sollten die Alkoholproduzenten als Profiteuere des Konsums einen Fonds einrichten, der die Folgekosten übernimmt.

Ich weiss, Alkohol ist teuer, trotzdem heisst es nicht „Profiteuer“.

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