Goldige Datenautobahn

Veröffentlicht: 3. September 2012 in Marketing und Werbung
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Bei einem Besuch auf „20min Online“ werde ich von einem Banner empfangen, das da sagt:

Stoppt die goldige Datenautobahn! Glasfasernetz NEIN

Es ist dies die Parole der „Jungfreisinnigen Stadt Zürich“ zur bevorstehenden Abstimmung betreffend dem Aufbau eines flächendeckenden Glasfasernetzes vom Staat. Selbstverständlich müsste es heissen „goldene Datenautobahn“ und nicht „goldige“, denn man will ja nicht sagen, dass die Datenautobahn niedlich und süss und auch nicht golden leuchtend ist (Bedeutungen vgl. Duden), sondern eben „golden“ als Metapher für schweineteuer. (Im Dialekt heisst „goldig“ allerdings dasselbe wie „golden“.)

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Kommentare
  1. Lang lebe der Helvetismus!

    Ich gratuliere Ihnen zum Fund dieses sprachlichen Fehlers. Allerdings möchte ich an dieser Stelle betonen, dass es sich hierbei nicht um eine Kampagne im Namen des Sprachpurismuses handelt. Vielmehr haben wir hier eine kommunale Abstimmungsvorlage, bei der, meines Erachtens, auch mal ein Helvetimus verwendet werden darf.

    Mit fründliche Grüess
    Matteo Baschera
    Kampagnenleiter „Stoppt die goldige Datenautobahn“
    Jungfreisinnige Stadt Zürich

  2. Man kann durchaus Herrn Bascheras Meinung sein, muss aber nicht. Übrigens stand in den Medien eine andere „Ausrede“ für den Fehler: man habe mit „goldig“ statt „golden“ bewusst darauf aufmerksam machen wollen, dass das Glasfaserkabel eben nur goldig schimmere, aber nicht wirklich aus Gold sei.

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