Eben gefunden: Im Klett und Balmer-Verlag ist ein neues Lehrmittel für den Musikunterricht an der Primarschule erschienen, und zwar mit dem Titel „Kreschendo“. Dieses Lehrmittel wurde sogar mit dem „Worlddidac Award“ ausgezeichnet.

Auch wenn es „nur“ für Primarschüler konzipiert ist, finde ich trotzdem, dass die Schüler von Anfang an an die richtige Schreibweise eines zentralen Musik-Fachausdrucks gewöhnt werden dürften, oder sehe ich das jetzt zu eng? Sonst verfasse ich jetzt dann ein Englisch-Lehrwerk mit dem Titel „Inglisch Grämmer vohr juh“, dann gewinne ich bestimmt auch noch einen „Worlddidac Award“.

Auf der Verlagswebsite habe ich dann noch gefunden:

(Dieses Lehrwerk) führt auch Lehrpersonen mit wenig musikalischer Erfahrung sicher durch den Unterricht.

Ist das neuerdings Sinn und Zweck eines solchen Lehrmittels? Das wird mir ja dann ein toller Musikunterricht sein…

 

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Kommentare
  1. Tony sagt:

    Die Lehrbuchautoren scheinen vorauszusetzen, dass die Lehrperson kaum mehr über Musik weiss als die Schüler. So gesehen ist der Titel „Kreschendo“ eine geniale Lösung: auf diese Weise wird verhindert, dass die Lehrenden immer von Greszendo sprechen. Jetzt aber ernsthaft: Ich habe oft den Eindruck, dass Bildung um jeden Preis verhindert werden soll, so als ob sie gefährlich oder schmerzhaft wäre.

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