Satire

Veröffentlicht: 9. Dezember 2012 in Fremdwörtergebrauch allgemein, Journalismus und Printmedien
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„20min Online“ berichtet über den skurrilen Gerichtsfall in Näfels, bei dem sich die Kirche auf eine jahrhundertealte Mordgeschichte beruft, um von einem Grundstücksbesitzer weiterhin die Kerzen für ihr ewiges Licht finanziert zu bekommen:

Nichts deutet darauf hin, dass sich in dieser Idylle gerade eine Satire abspielt, die in der Geschichte der Schweiz ihresgleichen sucht.

Das sind reale Vorgänge, also keine Satire! Die Satire wäre erst die künstlerische Darstellung der realen Vorgänge, wobei durch Übertreibung, Spott und Ironie Kritik an den realen Vorgängen geübt würde. Allerhöchstens könnte man noch von einer Realsatire sprechen – was dann reale Vorgänge wären, die so skurril sind, dass man bereits bei ihrer unverfälschten, neutralen Schilderung denken könnte, es sei eine Satire.

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