Peinliche Schreibfehler auf NSU-Gedenksteinen

Veröffentlicht: 18. Juli 2013 in Journalismus und Printmedien
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„Peinliche Schreibfehler bei NSU-Gedenksteinen“ – so hiess der Artikel auf „20min Online“. Nur: wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen. Folgendermassen liest sich die Berichterstattung von „20min“:

Andererseits soll den Opfern der mutmasslichen Täter gedacht werden.

Immer noch „gedenken“ mit Genitiv!

Die Städte Dortmund und Nürnberg, in denen Bürger von den Nazis ermordet wurden, sollen Mahnmale an den rechten Terror erinnern.

Wie bitte?

Wie die „Welt“ berichtet, gab die Stadt Dortmung zu, für den Irrtum verantwortlich sei.

?!

In den betroffenen Städten werden rund zwei Meter hohe Stein aufgestellt.

Pluralbildung?

Übrigens bestehen die „Schreibfehler“ auf den Steinen darin, dass man sich bei den Todesdaten der Opfer geirrt hat. Mit Schreibfehlern im eigentlichen Sinn hat das noch nicht mal etwas zu tun – die Schreibfehler von „20min“, die wesentlich gravierender sind, jedoch sehr wohl!

Noch etwas, was unter fortgeschrittener Erbsenzählerei läuft, aber wer A sagt, muss auch B sagen:

Enver Simsek soll am 11. November 2000 in Nürnberg erschossen worden sein, dabei war es am 11. September.

Weder noch. Er wurde am 9. September 2000 „erschossen“, starb aber an den Folgen der Verletzungen erst zwei Tage später im Krankenhaus.

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