intra mures

Veröffentlicht: 25. August 2013 in Fremdwörtergebrauch allgemein
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Auch in früheren Zeiten gab es schon amüsante Patzer in verschiedenen Publikationen. Im „Führer durch das Verkehrshaus Luzern“ aus dem Jahre 1979, S. 109, lese ich vom ersten Bahnhof der Schweiz in Basel:

So war er der erste internationale Bahnhof der Welt und zudem, als Bahnhof „intra mures“, mit einem Tor und einer demontierbaren Brücke über den Schanzengraben versehen.

Man will sagen, dass der Bahnhof sich innerhalb der Stadtmauern, also im befestigten Teil der Stadt, befindet, daher auch das Tor, das allnächtlich geschlossen wurde, damit nicht ein feindlicher Überfall per Eisenbahn stattfinden konnte (!) – das würde aber im Lateinischen intra muros heissen. Im Text steht intra mures, d. h.: „innerhalb der Mäuse“!

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