Gastrosexuell

Veröffentlicht: 4. September 2014 in Uncategorized

In „20min“ macht ein neues Wort die Runde, um auf das entsprechende Sachbuch aufmerksam zu machen. Männer, die gerne kochen – also Essen zubereiten -, sind demnach „gastrosexuell“. Das ist ja wieder mal selten dämlich – und vor allem so offensichtlich. Es geht wirklich nur noch darum, mit dem Reizwort -sexuell nach Aufmerksamkeit – also mehr Klicks, mehr Buchverkäufen – zu haschen.

Das Wort ist völliger Quatsch, da man ja nicht mit Töpfen und Stabmixern seine geschlechtliche Befriedigung sucht, sondern letztlich einfach nur gerne Essen zubereitet. Wer gerne reitet – also auf Pferden -, ist deswegen auch nicht hipposexuell. Beschränkt euch doch einfach auf das Anhängsel -phil, was bloss heisst, dass man etwas gerne tut. Reicht das etwa nicht?

Wortwörtlich würde „gastrosexuell“ im Übrigen bedeuten, dass man mit dem Magen geschlechtlich verkehrt (gr. gastron = Magen) – auch nicht gerade optimal.

Zuletzt möchte ich zu bedenken geben, dass der vermeintliche Riesentrend, sich als Mann mit kreativem Kochen (also mehr als Spiegeleier und Fertigpizza) zu betätigen, schon jahrzehntealt ist. Ich sehe wirklich nicht recht, was daran neu sein soll…

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Kommentare
  1. The Hagenz sagt:

    Das gilt dann also nur für Männer …? Frauen dürfen sich weiterhin ganz einfach Hausfrauen nennen 🙂

  2. Ich glaube ich bleibe bei meiner Pizza. Also bin ich Pizzasexuell. Oder doch Pizzaphil?

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